Immer mehr Eigentümer:innen sichern sich gegen Energiekrise ab
Laut einer Vattenfall-Umfrage investiert die Mehrheit der Hausbesitzer:innen in Maßnahmen zum Schutz vor steigenden Energiepreisen, wie eine neue Dämmung oder Solaranlage. Nur bei Wärmepumpen sind viele noch zurückhaltend.
Die Anzahl der Menschen, die sich durch energetische Maßnahmen vor den Folgen der Energiekrise absichern, ist letztes Jahr gestiegen. Das ergab eine Umfrage des Forschungsinstituts Statista im Auftrag des Energieversorgers Vattenfall. Demnach haben 58 Prozent der Eigentümer:innen vor allem aus Sorge vor steigenden Energiepreisen in eine Dämmung investiert. Ein Drittel hat dies in Zukunft noch vor. Auch Solaranlagen und Elektroautos werden immer beliebter. Dagegen steht die Mehrheit der Befragten Wärmepumpen noch skeptisch gegenüber.
Solarenergie auf dem Vormarsch
Innerhalb eines halben Jahres hat sich der Anteil an Eigentümer:innen, die eine Solaranlage errichten, um 10 Prozent erhöht, von 26 Prozent im Mai 2023 auf 36 Prozent im Dezember. Zudem können sich 45 Prozent der Befragten vorstellen, in eine Solaranlage zu investieren; nur 19 Prozent schließen dies aus. Auch Elektroautos werden immer beliebter: Hier hat sich der Anteil von Eigentümer:innen mit E-Fahrzeugen von 6 auf 10 Prozent im gleichen Zeitraum erhöht. Rund 39 Prozent überlegen, sich ein E-Fahrzeug zuzulegen.
„Die Ergebnisse zeigen, dass die Energiewende im eigenen Zuhause immer mehr Menschen umtreibt”, betont Kai Schütz, Chef der dezentralen Energielösungen bei Vattenfall. „Angesichts von Haushaltskrisen und Heizungsdiskussionen ist daher umso wichtiger, dass Hauseigentümer jetzt schnell Klarheit über politische Rahmenbedingungen und Förderungen bekommen.”
Skepsis gegenüber Wärmepumpen
Bei Wärmepumpen bleiben Eigentümer:innen zurückhaltend. Nur 15 Prozent der Befragten haben eine Wärmepumpe installiert. Knapp ein Drittel kann sich eine Investition in Zukunft vorstellen. Als Hauptgründe wurden folgende genannt:
61 Prozent wollen mit der Wärmepumpe Geld sparen,
44 Prozent den Klimawandel bekämpfen und
41 Prozent von staatlichen Förderungen profitieren.
Dagegen schließen es ganze 58 Prozent derzeit aus, sich für eine Wärmepumpe zu entscheiden. Hier sind es vor allem Kostenaspekte, vor denen Eigentümer:innen zurückschrecken:
69 Prozent befürchten hohe Investitionskosten,
45 Prozent hadern mit technischen oder baulichen Hürden,
42 Prozent favorisieren ihr aktuelles Heizungssystem und
38 Prozent scheuen hohe Betriebskosten durch steigende Strompreise.
„Wichtig ist, beim Thema Heizung die langfristige Perspektive nicht aus den Augen zu verlieren”, so Schütz. „Und die Realität ist hier: Der Weg zur Klimaneutralität wird fossile Energieträger schrittweise immer teurer machen.”