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Hitzeaktionstag 2026: So bleibt das Haus kühl

Lesezeit: 3 min Lina Strauss

Im Juni findet der bundesweite Hitzeaktionstag statt. Expert:innen geben praktische Tipps, wie Haushalte sich und ihre Wohnräume effektiv vor hohen Temperaturen schützen können.

Ventilator im Sommer für optimale Schlaftemperatur

Der bundesweite Hitzeaktionstag am 11. Juni rückt die gesundheitlichen Risiken von extremen Sommer-Temperaturen in den Fokus. Durch den Klimawandel treten Hitzewellen immer häufiger auf und gefährden besonders ältere Menschen, Kleinkinder oder chronisch Kranke. Mit dem Aktionstag soll das Bewusstsein für diese Risiken geschärft werden. Gemeinsam mit über 100 Organisationen aus verschiedenen Bereichen zeigt das Umweltbundesamt praktische Maßnahmen, wie der eigene Alltag und vor allem die eigenen vier Wände an heißen Tagen kühl und sicher bleiben.

Sofortmaßnahmen für kühle Wohnräume

Um Wohnräume auch bei Extremtemperaturen angenehm zu halten, gilt ein einfaches Prinzip: Die Wärme darf gar nicht erst ins Innere eindringen. „Das nachträgliche Abkühlen aufgeheizter Wohnräume ist oft mühsam und kann viel Energie verbrauchen, wenn Klimageräte zum Einsatz kommen“, erklärt Martina Rittersdorf, Energieexpertin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Umso wichtiger ist es, frühzeitig Maßnahmen zum sommerlichen Hitzeschutz umzusetzen.“

Diese Sofortmaßnahmen empfehlen die Verbraucherzentrale und der Hitzeknigge des Umweltbundesamtes:

  • Richtig lüften: Fenster sollten vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden geöffnet werden. Tagsüber sollten sie nur kurz zum Durchlüften geöffnet werden, wenn es Schadstoffquellen oder zu viel Feuchtigkeit im Raum gibt.

  • Ventilatoren nutzen: Ein Ventilator senkt zwar nicht die Raumtemperatur, die bewegte Luft kühlt die Haut jedoch spürbar ab.

  • Sonnenschutz außen: Rollläden oder Markisen fangen die Hitze am effektivsten ab. Bei Rollläden sollten die Lüftungsschlitze offen bleiben, damit sich keine Hitze am Glas staut.

  • Helle Rollos innen: Fehlt ein Außenschutz, helfen helle oder reflektierende Innenrollos. Einfache Gardinen bieten hingegen kaum Schutz vor Wärme.

  • Schutzfolien: Sonnenschutzfolien auf den Fenstern wehren Hitze von außen gut ab. Vor der Montage ist jedoch zu bedenken, dass die Räume dadurch auch im Winter dauerhaft dunkler bleiben.

  • Wärmequellen abschalten: Unbenutzte Elektrogeräte sollten ganz vom Netz genommen werden, da sie auch im Stand-by-Modus Wärme abgeben. An heißen Tagen empfiehlt sich zudem, auf Backofen und Wäschetrockner zu verzichten.

  • Begrünungen: Bäume im Garten oder Pflanzen auf Balkon und Terrasse spenden Schatten und kühlen die Umgebung. Fassadenbegrünungen wie Efeu erzeugen eine kühlende Luftschicht an der Hauswand und schonen die Bauteile.

Langfristiger Schutz gegen Hitze in Wohnräumen

Reichen Sofortmaßnahmen bei anhaltenden Hitzewellen nicht aus, bieten bauliche Modernisierungen einen dauerhaften Schutz vor Überhitzung. Folgende Maßnahmen sind dabei besonders effektiv:

  • Wärmedämmung: Eine intakte Fassaden- und Dachdämmung bremst die Wärmeleitung ins Gebäudeinnere spürbar aus. Das verbessert das Raumklima im Sommer und zahlt sich besonders in den oberen Etagen aus.

  • Austausch von Fenstern und Türen: Der Wechsel zu modernen, energieeffizienten Fenstern und Außentüren verhindert, dass die Sommerhitze ins Haus dringt.

  • Wärmepumpe zur Kühlung: Moderne Anlagen lassen sich im Sommer zur Kühlung umkehren. Während Luft-Wasser-Wärmepumpen die Räume aktiv über die Flächenheizungen kühlen, nutzen Erdwärmepumpen passiv und besonders stromsparend die natürliche Kühle des Erdreichs.

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Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Lina Strauss ist seit über drei Jahren bei Aroundhome und hilft unseren Leser:innen mit ihren Artikeln dabei, die wichtigsten Infos zu allen Themen rund ums Haus auf einen Blick zu finden. Ihr Interesse liegt vor allem bei zukunftsweisenden Themen aus dem Energie- und Immobiliensektor.
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