Deutsche Haushalte haben 2022 nur 1,4 Prozent Heizenergie gespart
Privathaushalte haben 2022 kaum weniger Heizenergie verbraucht als im Jahr zuvor. Eine Auswertung der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online zeigt, wie gering die Einsparungen waren und wo der Verbrauch sogar gestiegen ist.
Da der letzte Winter vergleichsweise mild war, musste 2022 in deutschen Privathaushalten insgesamt 10,6 Prozent weniger Heizenergie aufgewendet werden. Werden die Witterungsumstände herausgerechnet, liegt die durchschnittliche Einsparung aber gerade einmal bei 1,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021. Verbraucher:innen mit Gasheizung konnten mit 3,5 Prozent deutlich mehr als der Durschnitt einsparen, liegen aber immer noch in einem niedrigen Bereich. In unsanierten Gebäuden lag der Energieverbrauch zum Heizen laut co2online sogar höher als im Vorjahr. Untersucht wurde der Heizenergieverbrauch von etwa 4.000 Wohngebäuden.
Mehrverbrauch bei ineffizienten Gebäudeklassen
Die Auswertung zeigt, dass Gebäude in den Energieeffizienzklassen A bis D im vergangenen Jahr Heizenergie-Einsparungen erzielen konnten. Den höchsten Mehrverbrauch weisen mit einem Plus von 3,4 Prozent hingegen die Gebäude in der drittschlechtesten Klasse F auf. Die von der Bundesregierung geplanten Mindesteffizienzstandards und die Vorgaben zur Sanierung besonders ineffizienter Gebäude sind laut co2online wichtige Maßnahmen zum Schutz vor hohen Energiekosten. Mit einem energetisch sanierten, gut gedämmten Gebäude und einem effizienten Heizsystem könnten Verbraucher:innen 50 bis 80 Prozent Heizenergie sparen.