Erneut leichte Preisrückgänge bei Wohnimmobilien
Die Wohnimmobilienpreise sanken vom zweiten aufs dritte Quartal 2023 um 1,7 Prozent. Starke Preisrückgänge werden in Zukunft nicht erwartet.
Die Reisrückgänge auf dem Immobilienmarkt setzen sich fort: Die Preise für Wohnimmobilien sanken vom zweiten zum dritten Quartal 2023 um 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal gaben die Preise um 6,3 Prozent nach. Das ergab der aktuelle Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefmarken (vdp). Für die Zukunft rechnet vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt mit Stabilisierungen am Wohnimmobilienmarkt.
Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser sinken am wenigsten
Eigentümer:innen von Ein- und Zweifamilienhäusern müssen mit den geringsten Preisabschlägen rechnen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sanken die Hauspreise um -5,6 Prozent; Eigentumswohnungen verzeichneten dagegen -6,6 Prozent und Mehrfamilienhäuser sogar -6,8 Prozent.
Wohnimmobilien in Top-Städten mit geringsten Preisabschlägen
In allen Bereichen des Immobilienmarkts gebe es derzeit Preisabschläge, erklärte Tolckmitt. Bei Wohnimmobilien fallen die Korrekturen jedoch deutlich geringer aus als bei Gewerbeimmobilien. Wie sehr Eigentümer:innen ihre Preise anpassen müssen, hängt laut vdp-Immobilienpreisindex von der Region und Immobilienart ab: Preise für Gewerbeimmobilien sanken am meisten, Wohnimmobilien in beliebten Städten am wenigsten. So wurde für Wohnimmobilien in Berlin mit -4,7 Prozent die geringste Preiskorrektur verzeichnet.
„Der Wohnimmobilienmarkt ist kurz davor, in ruhigeres Fahrwasser zu kommen.“
Eigentümer:innen von Wohnimmobilien müssten laut Experteneinschätzung in Zukunft nicht mit großen Preissprüngen nach unten rechnen. Angesichts der bisherigen Preisentwicklungen und generellen Übernachfrage nach Wohnraum schätzt Tolckmitt die Aussichten für Wohnimmobilien positiv ein:
„Der Wohnimmobilienmarkt ist kurz davor, in ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Starke Preisrückgänge sind bislang nicht eingetreten, und sie wird es nach jetzigem Erkenntnisstand auch in nächster Zeit nicht geben.“
Zum vdp-Immobilienpreisindex:
Seit 2010 wird der vdp-Index quartalsweise von vdpResearch erhoben. Im Gegensatz zu anderen Immobilienindizes basiert er auf echten Immobilientransaktionsdaten von mehr als 700 Kreditinstituten.