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Einfamilienhäuser trotz schlechter Energiebilanz im Plus

Lesezeit: 3 min Claudia Mühlbauer

Auch wenig effiziente Einfamilienhäuser haben in den letzten Jahren an Wert gewonnen. Bei Eigentumswohnungen sieht das anders aus.

Freistehendes, älteres Einfamilienhaus mit brauner Dacheindeckung in gepflegtem Garten

Vom ersten Quartal 2021 bis zum vierten Quartal 2025 sind Einfamilienhäuser aller Energieeffizienzklassen im Preis gestiegen. Häuser der Klasse A verteuerten sich im Schnitt um 16 Prozent auf mehr als 4.800 Euro pro Quadratmeter. Doch selbst Objekte der schlechtesten Klasse H legten zu – von rund 2.420 auf 2.600 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Plus von 7 Prozent.

Zum Vergleich: Eigentumswohnungen mit Effizienzklasse A gewannen im gleichen Zeitraum 13 Prozent an Wert. Unsanierte Wohnungen der Klassen G und H verloren hingegen jeweils rund 12 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Immobilienscout24.

Sanierungsrisiko kann bei Wohnungen abschreckend wirken

Zwar gab es seit 2023 auch bei den energetisch schlechtesten Einfamilienhäusern leichte Preisrückgänge, doch insgesamt hielt sich der Effekt in Grenzen. Nach Einschätzung von Immobilienscout24 hat das konkrete organisatorische und praktische Gründe: „Der Sanierungsdruck trifft Eigentumswohnungen härter als Einfamilienhäuser“, erklärt Geschäftsführerin Gesa Crockford. „Einfamilienhäuser lassen sich häufig in Eigenregie sanieren. Wohnungseigentümer hingegen können nicht allein entscheiden – sie brauchen die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. Das bremst Sanierungen und schlägt sich in den Preisen nieder.“

Gerade hier liegt ein Risiko: Bei Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) lassen sich die Kosten und die Umsetzung energetischer Sanierungen häufig nur schwer abschätzen. Laut einem Bericht der Welt vom Oktober 2025 fehlt zudem oft das notwendige Finanzpolster. Demnach hielten nur etwa 11 Prozent der Hausverwaltungen die Rücklagen ihrer WEG für ausreichend, um eine umfassende energetische Sanierung zu stemmen.

Energieeffizienz beeinflusst Kaufpreise deutlich

Unabhängig vom Gebäudetyp bleibt die Energieeffizienz ein zentraler Preisfaktor. Anzeigenportale wie Immowelt und Immobilienscout24 registrierten in den letzten beiden Jahren Preisunterschiede von 10 bis 15 Prozent zwischen Gebäuden mit hohem und niedrigem energetischen Standard. Bundesweit liegt die durchschnittliche Effizienzklasse von Wohnimmobilien etwa in der mittleren Kategorie D.

Immowelt ermittelte im letzten Jahr, dass Wohnungen mit der Klasse A+ bis zu 16 Prozent höhere Preise erzielen konnten als der Durchschnitt. In den Klassen F bis H mussten Verkäufer:innen hingegen Abschläge von 13 bis 14 Prozent hinnehmen. Zu beachten ist jedoch:

  • Die Zahlen basieren auf Angebotsdaten der Portale. Darunter befinden sich auch Neubauten, die nicht nur wegen ihrer guten Energieeffizienz höhere Preise erzielen, sondern auch aufgrund moderner Ausstattungen. Da der Neubauanteil insgesamt gering ist, gilt der Zusammenhang zwischen Effizienz und Preis dennoch als belastbar.

  • Einfamilienhäuser stehen überwiegend in ländlichen Regionen oder Randlagen, wo das allgemeine Preisniveau oft niedriger ist und Käufer:innen häufiger Verhandlungsspielraum haben. Dadurch bleibt oft mehr Budget für spätere Modernisierungen.

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