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Beitragserhöhung 2026: Mit Krankenkassenwechsel Hunderte Euro sparen

Lesezeit: 2 min Claudia Mühlbauer

Im Januar 2026 erhöhen viele Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge. Betroffene können bis Ende des Monats ihr Sonderkündigungsrecht wahrnehmen.

Nahaufnahme von Stethoskop, Gesundheitskarte und mehreren Euroscheinen

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag, an dem sich die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) 2026 orientieren sollen, steigt von 2,5 auf 2,9 Prozent. Über den tatsächlichen Beitragssatz entscheidet am Ende jedoch jede Kasse individuell – mehrere Kassen überschreiten sogar die 4-Prozent-Marke. Als Gründe für die Erhöhungen werden insbesondere gestiegene Ausgaben für medizinische Leistungen und ausgebliebene strukturelle Reformen genannt.

Wer von einer Beitragserhöhung ab Januar 2026 betroffen ist, kann jedoch noch bis zum Ende des Monats das Sonderkündigungsrecht nutzen und wechseln. Dafür genügt ein Antrag bei der neuen Krankenkasse. Sie übernimmt die Kündigung bei der alten Kasse unter Einhaltung einer zweimonatigen Frist zum Monatsende. Die Mitgliedschaft endet anschließend am 31. März 2026, der neue Vertrag beginnt im April.

Bis zu 771 Euro Ersparnis beim Kassenwechsel

Die Höhe der Ersparnis hängt vom Einkommen ab, da der GKV-Beitrag prozentual am Gehalt bemessen wird. Den Höchstbeitrag zahlen 2026 Versicherte mit einem Jahresgehalt ab 69.750 Euro. T-Online hat ausgerechnet, wie hoch die mögliche Ersparnis bei einem Wechsel mit unterschiedlichem Einkommen ausfällt. Zugrunde gelegt wurden die BKK24 mit dem höchsten Zusatzbeitrag von 4,39 Prozent, die BKK firmus mit dem geringsten Beitrag von 2,18 Prozent sowie die Techniker Krankenkasse (TK) mit 2,69 Prozent und die Handelskrankenkasse (hkk) mit 2,59 Prozent.

Einkommen

Krankenkasse

Zusatzbeitrag

Beitrag/Jahr

Ersparnis/Jahr

69.750 €

BKK24

4,39 %

6.623 €

TK

2,69 %

6.030 €

593 €

hkk

2,59 %

5.995 €

628 €

BKK firmus

2,18 %

5.852 €

771 €

53.000 €

BKK24

4,39 %

5.032 €

TK

2,69 %

4.582 €

450 €

hkk

2,59 %

3.555 €

477 €

BKK firmus

2,18 %

4.447 €

586 €

30.000 €

BKK24

4,39 %

2.849 €

TK

2,69 %

2.594 €

255 €

hkk

2,59 %

2.579 €

270 €

BKK firmus

2,18 %

2.517 €

332 €

Wer an der Beitragsbemessungsgrenze von 69.750 Euro liegt oder mehr verdient, könnte beim Wechsel von der teuersten zur günstigsten Kasse 771 Euro pro Jahr sparen. Für Einkommen von 53.000 Euro beträgt die maximale Ersparnis 586 Euro, bei 30.000 Euro sind es 332 Euro pro Jahr.

Leistungen in die Entscheidung zum Wechsel einbeziehen

Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass bei der Wahl der Krankenkasse nicht nur die Höhe des Zusatzbeitrags beachtet werden sollte. Zwar sind rund 95 Prozent der Leistungen aller Kassen identisch, doch die übrigen Zusatzleistungen unterscheiden sich teils deutlich. Einige Kassen bieten besonders gute Leistungen für Familien, andere punkten bei Impfungen, Homöopathie oder Zahnreinigung. Wer die Kasse wechseln möchte, sollte daher prüfen, ob die gewünschte Kasse die für ihn wichtigen Zusatzleistungen abdeckt.

Krankenkasse
Claudia Mühlbauer, Online-Redakteurin
Claudia Mühlbauer
Claudia Mühlbauer ist seit sechs Jahren Editor bei Aroundhome und versorgt unsere Leser:innen mit hilfreichen News, Artikeln und Ratgebern zu den Themen Immobilienverkauf und Solaranlagen. Sie interessiert sich vor allem für Förderungen, die größere Projekte rund ums Haus erschwinglicher machen.
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© GettyImages - Lothar Drechsel