Berlin, 5. Apr. 2019

Solaranlagen in Deutschland

  • Ostdeutsche Hausbesitzer waren 2018 stärker am Kauf einer Solaranlage interessiert als westdeutsche.
  • Vor allem Hausbesitzer in Brandenburg und Berlin waren letztes Jahr besonders solar-freundlich – im Gegensatz zu denen in Bremen und Hamburg.
  • Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Online-Vermittlers Aroundhome unter 100.000 Besitzern von Ein- bzw. Zweifamilienhäusern hervor, die sich 2018 für eine Solaranlage interessierten.

Berlin, 05.04.2019 – Es könnte das Jahr der Solaranlage werden: Schon 2018 stieg der Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland beträchtlich, vor allem die Photovoltaik konnte ihren Energieertrag um 18 Prozent zum Vorjahr erhöhen. Steigende Strompreise sowie das gleichzeitige Rekordtief der Anschaffungskosten für Solartechnik sind heute mehr denn je attraktive Gründe, privat Solarstrom zu produzieren. Pünktlich zum Frühlingsbeginn kommt nun die Zeit, sich Gedanken über die Anschaffung einer Solaranlage zu machen. Deutschlands größter Anbieter für Dienstleistungen rund ums Eigenheim hat eine Datenerhebung durchgeführt, um die Stimmung auf dem deutschen Solarmarkt abzubilden.

Die wichtigsten Erkenntnisse des Solar-Index 2018

Im bundesweiten Vergleich sind es vor allem die Brandenburger und Berliner Hausbesitzer, die 2018 starkes Interesse an einer eigenen Solaranlage zeigten (Index Brandenburg: 1,55, Index Berlin: 1,45). Der Osten ist grüner als der Westen: Aroundhome erhielt von dort im vergangenen Jahr relativ zur Anzahl der Ein- und Zweifamilienhäuser 20 Prozent mehr Anfragen für Solaranlagen als aus dem Westen. 25 Prozent der Interessenten würden sich für einen Kauf entscheiden, 3 Prozent würden mieten, ganze 72 Prozent der Interessenten sind unentschieden. Bei Aroundhome fragen vor allem Familien Solaranlagen an. Die am häufigsten vermittelten Anlagen liefern zwischen 4-13 kWp (Kilowatt-Peak).

Mathias Klement, CPO bei Aroundhome:

In großen Flächenländern wie Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen oder Bayern werden zwar insgesamt mehr Solaranlagen auf privaten Dächern installiert, verhältnismäßig ist aber der Anteil der solar-interessierten Hausbesitzer im Osten größer. Dazu passt, dass 2018 in Berlin und Brandenburg die Sonne mit Abstand am häufigsten schien. Dieses Phänomen korreliert deutlich mit den bei Aroundhome eingegangenen Anfragen für Photovoltaik-Anlagen. Eine Ausnahme ist das Saarland: Trotz vieler Sonnenstunden gingen 2018 im Verhältnis nur wenige Anfragen für Solaranlagen bei uns ein.“ 

In Sachen Solar hat der Osten Nachholbedarf

Generell wurden in den letzten fünf Jahren vor allem im sogenannten „Investitionshalbmond“, den wirtschaftlich starken Regionen NRW, Baden-Württemberg und Bayern, bedeutend mehr Solaranlagen installiert. „Die höhere Nachfrage in den neuen Bundesländern erklärt sich eben auch daraus, dass es dort einen gewissen Nachholbedarf in Sachen Photovoltaik gibt“, ordnet der Experte die Erkenntnis ein. In den ersten Monaten des Jahres 2019 hat sich dieser Trend bestätigt: Aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg kamen zwischen Anfang Januar und Ende März relativ die meisten Anfragen.

Kaufen vs. Mieten

Das Mieten von Solaranlagen ist eine Möglichkeit, die es auf dem Solar-Markt noch nicht sehr lange gibt. Das erklärt womöglich die zögerliche Haltung der mit Abstand meisten Interessenten. „Noch kennen wenige Leute dieses noch recht junge Angebot am Markt. Dabei kann sich für viele Haushalte die Miete über einen längeren Zeitraum wirklich lohnen“, sagt Klement.

Solaranlagen sind Familiensache

Es sind in den meisten Fällen Familien, die in Häusern leben und dementsprechend den Bedarf sehen, ihren Stromhaushalt durch die eigene Photovoltaik-Anlage zu unterstützen – oder gänzlich autark vom öffentlichen Netz zu werden. Das lässt sich auch gut aus den Vermittlungszahlen von Aroundhome ablesen: Die von der Plattform am häufigsten vermittelten Anlagen liefern zwischen 4 und 13 kWp (Kilowatt Peak, die Leistung einer Photovoltaikanlage) – genau die Größe, die für Privathaushalte angesetzt wird. Kleinere und mittlere Unternehmen, die sich mit Solarenergie (teilweise) selbst versorgen, greifen auf Anlagen mit einer Leistungsvermögen von mindestens 15 kwP zurück.

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